Es ist eigentlich schon fasst pervers, wie gelassen manch einer solche Meldungen hinnimmt – aber was bleibt einem auch anderes übrig. Die Terrorwarnungen kommen und gehen, jedenfalls war es immer so die letzten Jahre. Doch was ist dieses mal? Nimmt die Wahrscheinlichkeit nicht zu, je länger „nichts passiert“ ist? … Genug mit den reißerischen Fragen…

“Menschen überschätzen Risiken sehr stark, wenn Ereignisse selten eintreten, dann aber mit erheblichen belastenden Konsequenzen verknüpft sind. […] Da diese Ereignisse medial sehr sichtbar sind, wirken sie als Angstsammler, die alle vorhandenen irrationalen Ängste an sich binden.” (Thomas Kliche, Psychologe, Uni Hamburg)

Aber was absolut sicher ist, dass ein gut koordiniertes Schauspiel beginnt. Beginnend vom Innenminister der die Bevölkerung zur „Wachsamkeit – aber nicht zur Panik“ aufruft; dann der Polizeichef der über zu wenig Mittel für die Ausweitung der Polizeipräsenz hat und abschließend mit den guten alten „Schreckens-Passanten-Interviews“. Da schon soviel gesagt wurde (auch schon die Jahre davor) will ich hier nur eine kleine Auswahl an interessanten Beiträgen zeigen:

“Die Bilder der Anschläge im Kopf” – Widerspruch zwischen Angst vor Terrorismus und Wirklichkeit (netzpolitik.org): Artikel über die Angst und die daraus resultierenden Reaktionen. Sie richten mehr Schaden an als die Anschläge selbst, insbesondere durch die fortschreitende Einschränkung von Freiheitsrechten. Die Angst als Legitimationsgrund von Vorratsdatenspeicherung.

Vorratsdaten gegen Terroristen mit Bomben unterm Arm? (internet-law.de): Kommentar zu „Unionshardliner“ Uhl: “Wenn diese Chance vertan wird und sich der Terrorist mit der Bombe unterm Arm auf den Weg gemacht hat, hat der Staat verloren”

Liebe Innenminister … (maennig.de): Ein bissiger Kommentar in Briefform an den Innenminister

Bombige Weihnachten (blog.rebellen): One-Strip-Comic