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... der Sache auf den Grund gehen

Month: Juli 2011

Wie schlecht geht es Europas Staaten?

Die Tagesschau hat eine gute Übersicht über die aktuellen ökonomischen Kennzahlen der EU-Staaten veröffentlicht.

Quelle: Tagesschau.de


Die Sättigung am Tag 21

Bei mir hat sich schon längst eine gewisse “Stuttgart-21-Sättigung” eingestellt. Man ist es langsam leid das ständige Hin-und-Her mitzukommen und kommt als einigermaßen neutraler Beobachter immer wieder zu dem Schluss: Jetzt haben sie (Die Bahn) schon angefangen zu graben, der halbe Bahnhof ist abgerissen und der Vorgang ist auch ausreichenden legitimiert, dann können sie ihn auch vollenden. Klar werden mir die Gegner mit dieser rein prakmatischen Sichtweise durchaus heftig widersprechen, doch stehen wir schon mitten in der Bauphase und ein Umkehren ist nur mit viel monetären Aufwand zu bewerkstelligen (obwohl die folgenden Tatsachen vielleicht das Gegenteil zeigen werden). Die ständigen Grabenkämpfe die zwischen Gesellschaft, Politik und Bahn ausgetragen werden, werden so oder so nie völlig befriedigt werden können.

Zu diesem Zeitpunkt war diese Meinung von mir hauptsächlich objektiv darauf begründet, dass eine stringente Legitimationskette vorlag, wo man sich ernsthaft fragen musste: Warum sind die Menschen schon nicht vor 5 Jahren auf die Strassen gegangen und hätten so das Projekt in einer viel angreifbareren Planungsphase “attackiert”? Diese Begründung bröckelt aber nun mehr und mehr. Immer wieder tauchen neue “Ungereimtheiten” in den Planungsunterlagen der Bahn auf, wie der neuste Spiegel-Artikel dazu wieder zeigt.

Die Deutsche Bahn hat offenbar seit 2002 die Kosten für das umstrittene Bahn-Projekt Stuttgart 21 geschönt. Das geht aus Unterlagen der Deutsche-Bahn-Töchter DB Projektbau und DB Netz hervor, die dem SPIEGEL vorliegen. Es handelt sich dabei um Vermerke, Protokolle und Berechnungen aus den Jahren 2002 bis 2010.

Sobald sich eine etwaige Täuschung der Bahn bestätigt gerät das Projekt auf sehr wacklige”Legitimations-Beine”, da mit falschen Zahlen womöglich augenscheinlich hantiert wurde, um das Projekt durchzudrücken.

Die Dokumente legen zudem den Schluss nahe, dass bereits vor zwei Jahren bahnintern die Kosten für den Bahnhofsumbau mit weit über 4,5 Milliarden Euro berechnet wurden. Damit hätte aber das Projekt laut der eigenen Vorgaben der Bahn beendet werden müssen.

Auch der vom Schlichter Geißler angekündigter Stresstest hat einen faden Beigeschmack was Objektivität und Intersubjektivität anbelangt, aber da stehen die “wirklichen” Ergebnisse noch immer aus.

Mitte Juli soll das Ergebnis des Stresstests für Stuttgart 21 vorgestellt werden. Verwirrung hatte es zuletzt darüber gegeben, wie die Untersuchungen der Bahn ausgegangen sind . Über mehrere Wochen hatte das Unternehmen den künftigen Betrieb des unterirdischen Bahnhofs simuliert. Nun prüft das Schweizer Beratungsunternehmen SMA die Ergebnisse. Entscheidend ist, ob Stuttgart 21 um 30 Prozent leistungsfähiger ist als der oberirdische Bahnhof.

Somit kann die Bahn natürlich nicht immer wieder auf ihre “rechtmäßig” erhaltene Legitimations seitens Bund und Land pochen, wenn sie selber mit falschen Karten spielt und die Wahrheit mehr als schönt. Was Gewalt seitens der Demonstranten (ebenso die Gegengewalt der Polizei) hoffentlich keinesfalls neuen Auftrieb geben sollte bzw. die Rechtfertigung für unrechtmäßige Tätigkeiten.

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