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Tag: Umwelt

Atomkraft pfui! Trotzdem Stromexport?

Ja, man kann es kaum glauben. Jedenfalls nicht, nachdem die Atomlobby uns Tag für Tag ein scheitern der Energiewende prophezeit hat. Es wurden fast biblische bzw. apokalyptische Bilder in deutsche Wohnstuben gezeichnet, dass wir ab jetzt nur noch bei Kerzenschein essen werden können.

Doch obwohl acht AKWs in Deutschland mittlerweile vom Netz sind, hat sich nicht viel geändert – zumindest nichts, was die Versorgungssicherheit anbelangt. Denn jetzt kommt’s: „Im vergangenen Jahr verkaufte Deutschland trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken Strom ins Ausland. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) exportierte Deutschland netto 6000 Gigawattstunden.“

Auch im Winter kam es zu keinen erheblichen Einbrüchen der Versorgung und dort wo es zu Engpässen kam, waren die Gründe eher bei „Netzausbau“ und beim „Zusammenspiel von Strom- und Gasmarkt“ zu suchen.

Dazu sagt auch Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller im Spiegel:

„Allerdings wird sich die Situation laut Müller bis ins Jahr 2014 entspannen, denn die Energiebranche plant Milliardeninvestitionen in neue Kraftwerke. Derzeit gibt es laut BDEW bundesweit 69 konkrete Pläne für neue Kraftwerke: 29 Gas- und 17 Kohlekraftwerke, 23 Offshore-Windkraft-Projekte sowie zusätzlich zehn Pumpspeicherkraftwerke. „Die Projekte entsprechen einer installierten Leistung von rund 42.000 Megawatt und einem Investitionsvolumen von mehr als 60 Milliarden Euro“

Insgesamt ist der Stromverbrauch in zum Vorjahr stabil geblieben. Er um 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der vergleichsweise milde Winter führte laut BDEW dazu, dass der Absatz auf dem Wärmemarkt stark rückläufig war.

Soviel zum Thema Kernkraft und Versorgungssicherheit. Das diese Technik antiquiert ist, sollte uns endlich allen (auch der Atomlobby) bewusst werden!

Stabile Ressourcen – labile Regionen

Die Infografik ist zwar schon einwenig in die Jahre gekommen (2003), aber an der grundlegenden Bedeutung hat sich kaum etwas geändert – sondern vielmehr hat sich die Situation noch weiter verschärft. Man kann in manchen Regionen schon fast von einem „Rohstofffluch“ für die betroffenen Länder sprechen. Eigentlich müsste es ja ein Segen sein… Sehr interessant sind auch die Antworten zu den wichtigsten Fragen zum Thema im Anschluss.

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„Haben Spekulanten den Ölpreis nach oben getrieben?

Diese These lässt sich nur schwer belegen – allerdings sind sowohl spekulative Hedgefonds als auch größere Publikumsfonds in den vergangenen Monaten auf den Rohstoff-Zug aufgesprungen. Denn während am Aktienmarkt Flaute herrscht, lassen sich mit Öl und Gold derzeit traumhafte Renditen erwirtschaften. Sogar Kleinanleger mischen über Optionsscheine und andere Derivate verstärkt auf dem Ölmarkt mit.

Wieso produzieren die Mineralölkonzerne nicht einfach mehr Öl?

Das Nadelöhr ist die zu geringe Raffinieriekapazität, die sich nicht von heute auf morgen aufstocken lässt. Heute getätigte Investitionen führen erst mit einer Zeitverzögerung von fünf bis zehn Jahren zu einem größeren Rohölangebot.

Wie groß ist der Einfluss der Opec?

Die Organisation Erdöl Exportierender Länder (Opec) produziert etwa ein Drittel der täglich verbrauchten Rohölmenge. Auch die meisten Opec-Länder haben die Nachfrage lange Zeit unterschätzt und können nun nicht gegensteuern. Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro bleibt nun nichts anderes übrig, als die weltweite Rohölversorgung tapfer als „angemessen“ zu bezeichnen. Die Opec hat die USA am Mittwoch aufgefordert, ihre strategischen Öl-Reserven zur Senkung des Ölpreises einzusetzen. Der Appell ist ein weiteres Eingeständnis von Schwäche. Bisher hatte das Kartell staatliche Ölreserven als Bedrohung für ihren eigenen Markteinfluss betrachtet.

War Öl schon jemals so teuer wie heute?

Ja. Mit einem Preis von 55,58 Dollar je Barrel (159 Liter) wurde in New York am Montag zwar der höchste nominale Preis aller Zeiten festgestellt. In der Vergangenheit lagen die inflationsbereinigten Ölpreise allerdings deutlich höher. Nach den Preismaßstäben von heute entsprach der Preis je Barrel im Februar 1981 etwa 80 Dollar – das war der absolute Rekord.

Warum ist dann der Preis so stark gestiegen?

Das Kernproblem ist nach Ansicht von Ölanalysten, dass die großen Ölproduzenten in den späten neunziger Jahren nicht mit einer steigenden Nachfrage gerechnet haben. Entsprechend investierten sie nur wenig in neue Förderanlagen und Raffinerien. Einem seit Jahren kaum veränderten Ölangebot steht eine boomende Nachfrage gegenüber: In diesem Jahr wird der Ölbedarf weltweit um 2,7 Millionen Barrel pro Tag steigen – das liegt vor allem am Wirtschaftsboom in China und anderen asiatischen Ländern sowie an dem ständig steigendem Energieverbrauch der USA.“ Mehr findet ihr auf … (Spiegel)

 


Strom autonom: Bürger treiben Energiewende an

Netzausbau, Bau von neuen Pumpspeicherwerken und vieles mehr … was so scheinbar alles gebraucht wird um die Energiewende voran zutreiben. Doch schaut man mal genauer hin und nicht mit den Augen der Strom/Energie-Lobby, gibt es schon viele praktikable Ansätze, die es heute schon ermöglichen könnten einen Schritt näher zur umweltfreundlichen Energieautarkie zu kommen. Fernsehbeitrag vom quer-magazin.

Interessante Links zum Thema:

Bund der Energieverbraucher 

Vorbild Bio-Energiedorf: Oberrosphe (Video-Ard)

Ökotipps zum Thema Strom sparen (BUND)

dradio.de: Zu faul zum Anbieterwechsel Auch beim örtlichen Energieversorger kann man Geld sparen

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