Das sich aus der Zielgruppe “Kinder” einiges an Profit rausholen lässt, weiß man nicht erst seit der (Über-)Vermarktung von Harry Potter. Auch aus dem Kinderspartensender KiKa kann man scheinbar sehr gut den einen oder anderen Euro verdienen. Nur das Problem ist hierbei, dass es sich keinesfalls um ganz saubere Geschäfte handelte.

Vielmehr geht es um einen der größten Betrugsfälle des öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Illegal wurden hier Millionen und keine etwaigen Krümel

“Ausgerechnet beim Kinderkanal Kika, dem Vorzeigeprogramm schlechthin, hat der ehemalige Produktionsleiter Marco K. über Jahre hinweg insgesamt 8,2 Millionen Euro hinterzogen. Niemandem fiel etwas auf, bis sich ein an der Betrügerei beteiligter Produzent selbst anzeigte.” (FAZ)

Es ist einfach wieder einmal bemerkenswert wie in einem so sensiblen Bereich wie dem öffentlichen Rundfunk so lange, so viel Geld einfach verschwinden konnte.

“Von 2002 bis 2010 hat der offenbar spielsüchtige Produktionsleiter des Kinderkanals Leistungen abgerechnet, die niemals erbracht worden sind – über Scheinrechnungen von Produktionsfirmen.” (FAZ)

Die meist völlige Intransparenz was Kontrolle und Überwachung anbelangt, lässt in vielen Ecken des Rundfunks noch ganz andere dunkle Flecken vermuten. Was auch durch folgende Aussage nicht gerade entkräften wird:

“Wir wollen bei der Aufklärung des Falls nichts unter den Teppich kehren. Gemeinsam mit unseren Gremien sind wir an einer transparenten und umfassenden Aufarbeitung der Geschehnisse interessiert. Ein Blick in die Vergangenheit gehört dabei natürlich dazu.” (Ein MDR-Sprecher)

Quelle: Erfurter Millionenbetrug – Beim Kika herrschte das System K. (FAZ)